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Weites Leuchten

Weites Leuchten

42,00 

Inhalt: Vorwort der Herausgeber S. 3, Ein Wort zuvor. Harald Metzkes S. 5, Weites Leuchten. Kathrin Muysers S. 6, Selbstbefragung. K.K.G.J. Neumann S. 8, Bildteil I ab S.11, Gespräch des Großvaters mit seinem Enkel S. 38, Bildteil II ab S. 43

Aus: Vorwort der Herausgeber
Der Katalog versammelt Bilder von Klaus Karl Georg Josef Neumann aus mehr als einem halben Jahrhundert. Früh entbrannte seine Leidenschaft für die künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten des Malens. Bereits als Jugendlicher nahm er ersten Zeichenunterricht. Er versucht den Dingen in ihrer Einfachheit auf die Spur zu kommen. Das Bild als Abbild von Wirklichkeit, die so sein kann oder ganz anders, interessiert ihn. Bei der bildtechnischen Umsetzung seiner Motive legt er besonderen Wert auf handwerkliches Können. Sein Ziel ist das Einfangen des besonderen Moments in seiner einfachen Schönheit, Bizarrerie und manchmal auch in seinem abgründigen Zauber.
Neumann wurde 1936 in Breslau geboren. Zu Kriegsende flüchtete die Familie gen Westen und strandete in Bautzen. Später nahm er Zeichenunterricht bei dem Bautzener Maler Harald Metzkes, mit dem ihn bis heute eine tiefe Freundschaft verbindet.
Der Versuch, ein Kunststudium an der Hochschule für Bildende Künste aufzunehmen, musste an der Aussichtslosigkeit scheitern, einen der wenigen begehrten Studienplätze gegen die längst gesetzten Kader aus der politischen Nomenklatur erringen zu können. Diese bittere Erkenntnis führte zu einer über einjährigen Pause in der künstlerischen Tätigkeit Neumanns – letztlich jedoch besiegte wohl der ihm innewohnende Schaffensdrang diese resignative Lähmung. Derartige Unterbrechungen, ja selbst größere künstlerische Brüche, würden nun in seinem gesamten Œuvre nicht wieder zutage treten.

Aus: Weites Leuchten von Kathrin Muysers
„Um ein guter Maler zu sein, braucht es vier Dinge: Weiches Herz, feines Auge, leichte Hand und immer frischgewaschene Pinsel.“ Es ist nicht bekannt, ob Dr. Klaus Neumann dieses Anselm Feuerbach (1829-1880) zugeschriebene Zitat kennt – aber wer den dieser Tage sein 80. Lebensjahr Feiernden kennt, weiß, wie trefflich es ihn beschreibt. (…)
Im Vorfeld dieser Publikation wurde vermutlich so manches Dickicht gerodet, indem lange Verborgenes ausgepackt, entstaubt und mit neuen Augen betrachtet wurde. So ist vielleicht der Titel „Weites Leuchten“ zu verstehen: eine Lebenskraft, wie sie seit sechs Jahrzehnten aus den Bildern in unsere Gegenwart hinüberstrahlt und nicht nur ein Menschenleben beleuchtet, sondern auch Zeiten und Zeitläufe. (…)
Diese scheinen auf in den vielen Landschaften, die auf zahlreichen Reisen entstanden sind. Ein Aquarell, das die Dünen am Meer der Kurischen Nehrung zeigt, besteht im Eigentlichen nur aus zwei Farben (Gelb und Blau), zwei Farbfeldern (Himmel und Erde) und zwei Farbwerten (Hell und Dunkel). Man fühlt sich an Picasso erinnert, der meinte: „Es gibt Maler, die die Sonne in einen gelben Fleck verwandeln. Es gibt aber andere, die dank ihrer Kunst und Intelligenz einen gelben Fleck in die Sonne verwandeln können.“ (…)
Es sind aber nicht (nur) die malerischen Ecken mit ihren tausendfach reproduzierten Ansichtskartenmotiven, die Klaus Neumann interessieren. Es zog ihn in jüngerer Zeit ebenfalls an den sich verändernden Dresdner Neumarkt. Doch anstatt zu werten, indem er immer wieder nur bereits als bildwürdig Etabliertes abbildet, fängt er die sich rapide wandelnde Baustelle rund um den Jüdenhof ein und macht damit den stets nur temporären Charakter jeglichen Städtebaus deutlich. (…)

Artikelnummer: 978-3-9814149-2-9 Kategorie:

Beschreibung

Sechs Jahrzehnte Malerei und Grafik

Werkkatalog Klaus K. G. J. Neumann-Breslau

Die ersten 150 Kataloge wurden durch den Künstler nummeriert und signiert.

Zusätzliche Information

Größe 21 × 26 cm
Seiten

148

Erscheinungsjahr

2016